Einbaubeispiel: Solaranlage fürs Wohnmobil - Teil 1 Die Entscheidung

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Im Vorfeld haben wir uns viele Gedanken gemacht, ist die Solaranlage das Richtige für uns, wenn ja, welche Anlage, wie viele Module, welche Ladetechnik, welche und wie viele Batterien usw. Fangen wir mal an mit der Frage, ist eine Solaranlage die ric
(erstellt von Max Wittenzellner am 20.06.2009)

 


Im Vorfeld haben wir uns viele Gedanken gemacht....

Zum Beispiel, ob eine zusätzliche Energieerzeugung überhaupt notwendig ist und wenn, ob sie mit Solar oder Brennstoffzelle sinnvoll ist. Beides kostet Geld – aber was nützt das beste Wohnmobil, wenn man es nicht autark betreiben kann. Einem Serienwohnmobil geht da schnell die Puste aus. Nach wenigen Tagen am gleichen Ort ist die Energie meist schon aufgebraucht. Ist die Mannschaft an Bord größer und Verbraucher wie Fernseher, Radio und Kühlbox in Betrieb wird es mit der Energie schnell kritisch. Dann reicht die Standard- Batterie nicht einmal für einen Tag.

Übrigens:
Warum eine Kompressorbox eine tolle Sache ist, dazu mehr in einem anderen Bericht.

>>Kompressor-Kühlbox Waeco CF-50

Wir haben uns für Fernseher und Kompressorbox entschieden und brauchen daher eine weitere Energiequelle – die Lichtmaschine reicht nicht aus. Diese Entscheidung verursacht Kosten, die aber eigentlich genau zur Philosophie von Wohnmobilbesitzern passt. So sagte mir mein Womo-Verkäufer: „Herr Wittenzellner, Sie werden ein Wohnmobil nie schön rechnen können, es ist und bleibt ein Luxus! Aber es ist ihr Hobby und es bereitet ihnen doch Freude?“

 

Brennstoffzelle oder Solaranlage:

Für uns kam eigentlich nur Solar in Frage. Zum Einen ist es eine saubere und umweltfreundliche Lösung, die auch keine Folgekosten mehr hat, zum Anderen braucht man sich nach dem Einbau keine weiteren Gedanken mehr zu machen. Und genau hier beginnt der Nachteil der Brennstoffzelle.

Für die Brennstoffzelle muss man erst mal ausreichend und sicheren Platz im Wohnmobil finden. Die Solaranlage nimmt ja nur Platz auf dem Dach weg….

Außerdem muss man immer Methanol dabei haben und genau solche Dinge gehen immer aus, wenn man auf großer Reise ist ;-)

Natürlich gibt es auch Vorteile, die für eine Brennstoffzelle sprechen würden. Mehr Energie und Energie auch im Schatten oder im Winter waren für uns nicht wirklich relevant. Die Energie einer Solaranlage reicht deutlich aus und die Flexibilität eines Wohnmobils erledigt auch das Thema Schatten recht einfach. Man muss sich nur den passenden Platz aussuchen. Auch im Winter liefert die Solaranlage noch genügend Strom. Daher kam für uns nur Solar in Frage..

 

Günstig oder ein Markenprodukt:

Wir haben im Vorfeld unserer Entscheidung das Buch „Solarstrom im Reisemobil von Bernd Büttner“ gelesen und waren total begeistert.

 

In diesem Buch wird von einem absoluten Fachmann ein wichtiges Thema sehr gut beschrieben. Viele Bilder und Beispiele und eine sehr detaillierte Einbauanleitung erleichtern die Arbeit. Da der Autor selbst Solarprodukte produziert und an Händler vertreibt, haben wir uns auch mit seinen Produkten beschäftigt. Es gibt am Markt allerdings auch sehr viele „Billigprodukte", - aber wie so oft - der Teufel steckt im Detail:


Als erstes Beispiel:

Günstige Produkte werden oft mit sehr minderwertigen Spoilern / Haltern ausgeliefert (oft nur Aluwinkel)

Zum Befestigen ist meistens ein Klebstoff dabei, der eigentlich für solche Belastungen gar nicht getestet wurde.

Bei den Produkten von Büttner-Elektronik sind sehr hochwertige Kunststoff-Spoiler und ein professionelles Klebeset von Sica dabei:

 


 

Dieses spezielle Sica-Set ist TÜV-geprüft und hält wirklich zuverlässig!

Andere Sets oder Kleber (auch von Sica) sind nicht für solche Belastungen geeignet.

Es gibt wohl nichts Schlimmeres, als die Vorstellung, dass sich die Solaranlage auf der Autobahn lösen würde!



Als zweites Beispiel:
Auch die Regeltechnik und das Zubehör von Büttner-Elektronik sind vom Feinsten.

Die MPP Laderegler haben einfach eine optimale Effizienz und perfekte Qualität.
Außerdem werden die Geräte in Deutschland gefertigt!

 



Und als drittes Beispiel:

Unser Liebling- der Batteriecomputer MT 3000 IQ.

Damit überwacht man die Batterie und sieht wie viel Strom sich noch in der Batterie befindet, wie viel Strom entnommen / geladen wird und kann Verbraucher abhängig von der Batteriekapazität ein- und ausschalten.


 


Daher gabs für uns nur eine Entscheidung:

Die hohe Qualität, die Liebe zum Detail und dass viele Produkte Made in Germany sind, hat uns einfach überzeugt.

Daher kamen für uns nur die Komplettanlagen von Büttner-Elektronik in Frage. Von Billig-Produkten können wir nur abraten!

 

 

Welche und wie viele Solarmodule:

Büttner Elektronik bietet eine große Auswahl an Produkten, die speziell für gewisse Einsatzzwecke gemacht sind.

Für uns, also im Wohnmobileinsatz war das Modell Powerline 100 Watt im Set bestehend aus zwei monokristallinen Solarmodulen und dem MPP Solarregler einfach perfekt.

Die Module sind sehr klein (Abmessung: 1055 x 550 x 33) und mit jeweils 7 kg super leicht. Außerdem bringen diese mit ihren jeweils 100 Watt ordentlich Leistung.

Auch das Preis-Leistungsverhältnis ist attraktiv


 

 

Welche Solar-Laderegler-Technik ->> MPP oder Shunt

Über dieses Thema könnte man nun viel Technisches schreiben und es gibt hier bestimmt viele Meinungen, wir haben uns für die MPP entschieden.

Zum Einen weil sie uns besser erscheinen, wenn man Verbraucher tagsüber betreibt  (bspw. unsere Kompressor-Kühlbox) und zum Anderen weil der Preisunterschied so gering ist, dass wir uns lieber für das modernere System entschieden haben.

 

"last but not least" - Die Auswahl der Batterie:

Hier stellt sich die Frage: Gel- oder Säure-Batterie?

GEL-Batterien haben viele Vorteile aber der größte Nachteil ist ihr Gewicht. Und bei einem 3500 kg Wohnmobil muss man auf jedes Kilo achten – schließlich ist die Zuladung begrenzt. Eine klare Entscheidung für die Solar-Säurebatterie.

Wir haben uns für die Power Batterie MT 125 entschieden.


 

Diese ist relativ leicht mit Ihren 25 kg, hat genügend Kapazität mit jeweils 125 Ah und passt mit ihren kleinen Abmessungen (353 x 175 x 190) genau in die Originalhalter der alten Versorgungsbatterie.

Da wir 2 Batterien benötigen um die Energie zu speichern, mussten wir die Originale tauschen. Man sollte immer 2 gleiche Batterien verwenden.

Außerdem sind die originalen Batterien mit Ihren 90 AH auch viel zu klein. Trotzdem ist es ein großer Vorteil, wenn man den originalen Halter verwenden kann.

Somit mussten wir nur Platz für die zweite Batterie schaffen. Im Bürstner passten beide Batterien einfach nebeneinander und im Knaus fanden wir schön Platz unter der Sitzbank.

Die Batteriehalter haben wir uns einfach vom Bürstner- / Knaus-Händler bestellt.



Zum Schluss haben wir uns für folgendes entschieden:



Solarkomplettanlage bestehend aus:

- 2 Stück MT-SM 100 Solarmodulen

- MPP 225 Solarregler

- komplettes Montagezubehör

- Temperatursensor für MT-Solaregler

- 2 Stück Solarbatterie 125 Ah

- Batteriecomputer MT3000 IQ


 

>> Solaranlage fürs Wohnmobil - Teil 2 Der Einbau